Beschreibung
Die Riesen-Pfeifenblume gehört zu den Osterluzeigewächsen (Aristolochiaceae) und stammt aus dem Osten Brasiliens.
Sie wächst als kräftige Ranke oder Liane und hat große, herzförmige Blätter. Die älteren Stämme haben eine sehr auffällige korkartige Rinde. Der Artname, gigantea bezieht sich aber weder auf die Blätter noch auf die Gesamtgröße der Pflanze, sondern auf die bizarren und wahrhaft gigantischen Blüten. Die Blüten sind aber nicht nur riesig, sondern auch eine der kompliziertesten und raffiniertesten im ganzen Pflanzenreich!
Die Blütenblätter sind zu einem Kelch verwachsen. Der vordere Teil dieses Kelches ist zu einem riesigen (bis über 30cm!) Lappen ausgezogen und rot/weiß marmoriert. Er erinnert an Fleisch und lockt so Fliegen und Aaskäfer an. Der hintere Teil des Kelches verengt sich in eine S-förmige Röhre, die mit nach innen gerichteten Haaren besetzt ist. Bestäuber werden über Geruchsstoffe in diese Röhre gelockt und können erst einmal nicht mehr entkommen. Sie sind in der Blüte für mehrere Stunden gefangen und verteilen so den Pollen auf den empänglichen Narben der Blüte. Die Narben werden nach einigen Stunden unempänglich für neuen Pollen. Erst dann reifen die Staubbeutel und öffnen sich, um ihren Pollen auf dem noch immer gefangenen Insekt zu verteilen. Die Haare, die das Insekt in der Blüte gefangen halten, verwelken dann und schrumpfen. Dadurch kann der Bestäuber aus der Röhre wieder entkommen und den Pollen auf die nächste Blüte transportieren.
Obwohl es sich bei A. gigantea um eine Aasblume handelt verströmt sie keinen für den Menschen unangenehmen Geruch. Entweder man riecht sie gar nicht oder man nimmt nur einen leichten Geruch nach Melone war. Die Blütezeit ist im Spätsommer.
Du erhältst eine Jungpflanze im 9cm Topf auf einem 30cm Rankgitter.
Vorschaubild von Allan Harris auf Flickr (CC BY-ND 2.0)








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